So
unterschiedlich, wie der bisherige Lebenslauf und die persönlichen
Voraussetzungen eines Patienten sind, so speziell sollte auch der
jeweilige Rehabilitationsverlauf sein.
Deshalb sind Unterschiede in der
Therapie im Club Handicap durchaus beabsichtigt und möglich.
Für alle Patienten gilt aber, dass die Behandlung üblicherweise 9 bis
12 Monate dauert und sich grob in drei Abschnitte unterteilt:
I. Phase:
In der ersten Phase liegt der Schwerpunkt zunächst auf einer
Feststellung der Fähigkeiten des jeweiligen Patienten.
Auf dieser
Grundlage wird ein Rehabilitationsplan erstellt, der alle wesentlichen
medizinischen und sozialen Gesichtspunkte und Maßnahmen der Therapie
berücksichtigt.
Selbstverständlich wird er regelmäßig überprüft, der
seelischen Entwicklung des Patienten angepasst und dabei allmählich
gesteigert. Fortlaufende therapeutische Begleitung und Korrekturen sind
in dieser Phase vorgesehen.
II. Phase:
In der zweiten Phase erfolgen Arbeits- und
Berufspraktika, die in ständiger Abstimmung mit kooperierenden Trägern,
mit ausgesuchten Arbeitgebern in der Region und den darauf
spezialisierten Werkstätten realisiert werden.
III. Phase:
In der dritten Phase wird unter Berücksichtigung der psychischen Belastbarkeit die Arbeitsfähigkeit der Patienten geprüft und trainiert. Die dabei auftretenden medizinischen Befunde werden sorgfältig dokumentiert und bearbeitet. Die Belastungsanforderungen werden so gesteigert, dass die Leistungsfähigkeit des Patienten so schnell wie möglich klar wird. Dann kann entschieden werden, ob eine berufliche Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist oder eine Beschäftigung auf dem beschützten Arbeitsmarkt (Werkstätten für Behinderte etc.) als Weiterführung der Rehabilitation realisiert wird. Die Maßnahmen werden entweder in der Rehabilitationseinrichtung selbst oder bei kooperierenden Trägern wie z.B. Berufstrainingszentrum Dortmund, Berufsförderungswerk Hamm, in Werkstätten für psychisch behinderte Menschen oder in Industrie- und Handwerksbetrieben in der Region, durchgeführt.
Die letzte Phase dient der Ablösung aus der Einrichtung und der Beurteilung des Erreichten. Hier wird psychotherapeutisch der Fokus auf die Zukunftsplanung und weitere psychische Stabilisierung gerichtet. Hierzu gehört auch die Formulierung begründeter Empfehlungen, aus denen ersichtlich wird, welche weiteren Schritte für die berufliche und soziale Integration notwendig sind. Sollte eine Nachbetreuung durch andere Einrichtungen der psychiatrischen Versorgung in der Region erforderlich sein, wird dies entsprechend geplant und vorbereitet.
Die Dauer der Maßnahme richtet sich nach den im Einzelfall vorhandenen Voraussetzungen. Die daher flexible Dauer der stationären Maßnahme beträgt 6 – 9 Monate, ausnahmsweise bis zu 12 Monaten.